
Am 20.5. unternahmen die Klassen EMG und EM des Bildungsgangs Einzelhandel unserer Berufsschule eine eintägige Exkursion erstmalig nach Utrecht in den Niederlanden. Ziel der Fahrt war es vorher ausgewählte, unterschiedliche Filialen der Supermarktkette Albert Heijn kennenzulernen und diese hinsichtlich ihrer Größe, ihres Sortiments sowie ihrer Serviceleistungen zu untersuchen und miteinander zu vergleichen.
Bereits während der Anreise wurden die Schülerinnen und Schüler auf die Besonderheiten des niederländischen Einzelhandels vorbereitet. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie sich moderne Supermärkte an veränderte Kundenbedürfnisse anpassen und welche Trends aktuell im Lebensmitteleinzelhandel zu beobachten sind.
Vor Ort besuchten die Klassen in Kleingruppen mehrere unterschiedlich große Märkte von Albert Heijn in der Innenstadt sowie in Randlagen von Utrecht. Dabei fiel den Schülerinnen und Schülern besonders auf, dass sich die Filialen deutlich in Aufbau, Sortiment und Zielgruppenansprache unterschieden. Kleinere Innenstadtmärkte waren vor allem auf schnelle Einkäufe und den täglichen Bedarf ausgerichtet, während größere Filialen ein umfangreicheres Sortiment mit zahlreichen Frische- und Spezialitätenabteilungen boten.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Untersuchung war das Angebot an Convenience Food. Die Schülerinnen und Schüler stellten fest, dass der Anteil an sofort verzehrfertigen Produkten in den niederländischen Märkten deutlich höher war als in vielen deutschen Supermärkten. Besonders auffällig waren die großen Bereiche mit frisch belegten Sandwiches, Salaten, Obstbechern, Sushi, warmen Snacks und fertig zusammengestellten Mahlzeiten. Viele Produkte waren direkt für den Verzehr unterwegs vorgesehen und ansprechend präsentiert. Dadurch wurde deutlich, wie stark sich der Einzelhandel auf die Bedürfnisse einer mobilen und zeitlich flexiblen Kundschaft eingestellt hat.
Auch die Serviceleistungen der Märkte wurden genauer betrachtet. Dazu gehörten unter anderem Self-Checkout-Kassen, digitale Bezahlsysteme, kundenfreundliche Ladenkonzepte sowie verschiedene Angebote zur schnellen Orientierung im Markt. Die Schülerinnen und Schüler konnten beobachten, wie moderne Technologien genutzt werden, um Einkaufsprozesse effizienter zu gestalten und Wartezeiten zu verkürzen.
Neben den fachlichen Erkenntnissen bot die Fahrt den Teilnehmenden auch die Möglichkeit, die Stadt Utrecht kennenzulernen und internationale Eindrücke im Einzelhandel zu sammeln. Die Exkursion stellte damit eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht dar und ermöglichte praxisnahe Einblicke in aktuelle Entwicklungen des europäischen Lebensmitteleinzelhandels.
Insgesamt war die Tagesfahrt für die Klassen EMG und EM eine interessante und lehrreiche Erfahrung, bei der theoretische Unterrichtsinhalte mit praktischen Beobachtungen verbunden werden konnten. Besonderem Dank gebührt hierfür dem Förderverein des BWV Ahaus, der diese Exkursion und auch andere Projekte im Bildungsgang Einzelhandel häufig finanziell unterstützt und somit erst möglich macht.


