Informationen zum Wegfall der Maskenpflicht in den Klassenräumen

Liebe Schüler*innen, liebe Kolleg*innen,

mit dem Wegfall der Maskenpflicht in den Klassenräumen wächst bei vielen Mitgliedern der Schulgemeinde die Sorge um eine mögliche Ausbreitung der Pandemie.

Insbesondere für die Risiko-Patient*innen in Schüler- und Lehrerschaft steigt die Infektionsgefahr, was unter Umständen den Distanzunterricht in den betroffenen Gruppen wieder erforderlich macht. Die Erfahrungen der letzten Wochen des vergangenen Schuljahres zeigen, dass dies immer nur die zweite Wahl sein kann. Wir alle möchten den Präsenzunterricht und sollten alles dafür tun, diesen aufrecht zu erhalten.

Einige Schüler*innen stehen kurz vor ihrer Abschlussprüfung, da sie ihre Ausbildung verkürzen. Eine Quarantäne oder sogar eine Schulschließung wäre für diese Gruppe äußerst misslich, zumal schon im vergangenen Schuljahr viele Unterrichtsstunden ausgefallen sind.

Die Ausbilder*innen sind besorgt um die Gesundheit ihrer Belegschaft. Da aktuell Menschen der Altersgruppe unserer Schüler*innen sich am häufigsten mit dem Coronavirus infizieren, befürchten sie, dass ihre Auszubildenden sich in der Schule infizieren könnten und somit das Virus ins Unternehmen bringen.

In fast jeder Klasse befinden sich Schüler*innen, die corona-relevante Vorerkrankungen haben und sich um die eigene Gesundheit sorgen. Zugleich sorgen sich manche von Ihnen nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern auch um Familienmitglieder zu Hause, die zu einer Risikogruppe gehören.

Die Schulleitung des BWV Ahaus empfiehlt daher dringend, die MNB auch in den nächsten Wochen durchgängig zu tragen, um Ihrer aller Gesundheit nicht zu gefährden und den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten.

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

R. Wehmschulte, Schulleiter

Aktuelle Informationen zum Start ins neue Schuljahr 2020/2021

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Studierenden, sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Ausbilderinnen und Ausbilder,

in dem Konzept des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Umgang mit dem Corona-Virus vom 3. August 2020 „Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten zu Beginn des Schuljahres 2020/2021“ werden grundlegende Vorgaben für den Beginn des neuen Schuljahres getroffen.

Für uns am BWV Ahaus bedeutet das: 

  • Der Unterricht wird laut Stundenplan in den Klassen und Kursen erteilt (Präsenzunterricht),
  • Für alle Schüler*innen und Student*innen gilt eine umfassende Maskenpflicht (Visiere sind nicht zulässig!) auf dem Schulhof und im gesamten Schulgebäude (auch im Unterricht!).
  • Es besteht eine grundsätzliche Teilnahmepflicht am Präsenzunterricht („Für Schülerinnen und Schüler mit relevanten Vorerkrankungen finden die Bestimmungen über Erkrankungen (§ 43 Absatz 2 SchulG) mit folgender Maßgabe Anwendung: Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. Die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt wird empfohlen. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen dies schriftlich mit. Entsprechende Pflichten gelten für volljährige Schülerinnen und Schüler.“ In diesem Fall erfolgt der Unterricht im digitalen Homeschooling. Dieser wird bewertet und es gibt eine Teilnahmepflicht z. B. bei Videokonferenzen. Prüfungen müssen abgeleistet werden.
  • Unsere neuen Schülerinnen und Schüler begrüßen wir in diesem Jahr in den Klassenräumen und nicht im Foyer der Schule. 

Auch im Schuljahr 2020/2021 werden wir Vorsorge dafür tragen, dass ein größtmöglicher Infektionsschutz für alle am Schulleben Beteiligten gewährleistet werden kann. Wir zählen dabei auf Ihre Unterstützung!

Einen guten Start in das neue Schuljahr und bleiben Sie gesund! 

Reinhard Wehmschulte

Schulleiter

 

Bitte beachten Sie diese Checkliste zum Verhalten in der Schule.

 

Das BWV Ahaus empfiehlt die Nutzung der offiziellen Corona-App der Bundesregierung.

Weitere Informationen und Downloadmöglichkeiten finden Sie auf der Seite der Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app.

Exkursion der RenoO zur LWL Maßregelvollzugsanstalt Rheine

Am 27.09.2019 besuchten wir, die Oberstufe der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten des BWV, die Forensische Maßregelvollzugsanstalt in Rheine. Zweck dieser Exkursion war es, den Maßregelvollzug und seine Besonderheiten im Vergleich zum normalen Strafvollzug kennenzulernen.


Der Mitarbeiter der Klinik stellte uns zunächst mithilfe einer PowerPoint Präsentation die Klinik vor. Dabei ging er auf die verschiedenen Erkrankungen der Patienten ein und auch auf die verschiedenen Straftaten, welche die Patienten aufgrund Ihrer Erkrankung begangen haben. Des Weiteren erklärte er uns den Aufbau der Klinik und die Struktur der Räumlichkeiten mit Hilfe von Bildern und er ging auch auf die Wichtigkeit der Sicherheit der Öffentlichkeit und der Patienten ein. So ging der Referent beispielsweise detailliert auf den Zaun ein, welcher die Klinik umgibt. Der Zaun hat viele Besonderheiten wie die Höhe von 5 Metern, den Nato-Draht, Plexiglas im oberen Drittel des Zauns und eine spezielle Struktur, welche zum einen das Festhalten im Zaun unmöglich macht und bei Belastung nachgibt, sodass das Übersteigen des Zauns faktisch unmöglich ist.


Es ist wichtig zu erwähnen, dass es sich aufgrund der verminderten Schuldfähigkeit beziehungsweise gänzlichen Schuldunfähigkeit in Folge der Erkrankung um Patienten, und nicht um Insassen handelt. Die Aufgabe der Maßregelvollzugsanstalt ist es also zum einen, den Patienten eine Ihren Umständen gerechte Therapie zu ermöglichen und zum anderen für die Sicherheit innerhalb und außerhalb der Maßregelvollzugsanstalt zu sorgen. Der Klinikmitarbeiter definierte die Beziehungsarbeit als wichtigsten Teil in der Zusammenarbeit mit den Patienten, da sich das Vertrauen zu den Patienten nur so aufbaut.


Die Patienten können die forensische Klinik nur in wenigen Ausnahmefällen wie Arztbesuche oder Beerdigungen von Angehörigen verlassen. Dies geschieht allerdings nur in ständiger Begleitung.
Die Patienten haben innerhalb der Klinik verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten wie Mal- und Bastelkurse, eine Sporthalle, Metall- und Holzverarbeitung und sie haben die Möglichkeit eigene Einkäufe zu tätigen. Sie bekommen ein monatliches Taschengeld (ca. 100,00 €).


Anschließend besuchten wir eine der Stationen, auf denen sich die Zimmer der Patienten befinden. Es gibt jeweils einen Gemeinschaftsraum mit TV-Gerät Dartscheibe, Kaktarium („Terrarium“ mit Kakteen), Gemeinschaftsküche und einem Schockraum. Dieser Schockraum wird im Falle von Fehlverhalten der Patienten genutzt und beinhaltet lediglich ein Bett und eine Toilette. In manchen Fällen verbleiben die Patienten für mehrere Tage in diesem Schockraum.


Den Patienten ist es außerdem auch möglich, innerhalb der Klinik regelmäßig Besuch zu empfangen und Zeit mit Angehörigen in einem Besucherraum zu verbringen.
In der Maßregelvollzugsanstalt arbeiten fast ausschließlich Fachkräfte aus den Bereichen Pflege und Medizin, aber auch aus dem Bereich der Sozialpädagogik.
Abschließend ist zu sagen, dass es einige Unterschiede und Besonderheiten zwischen dem normalen Strafvollzug und dem Maßregelvollzug gibt. Nach außen wirkt die Anstalt zwar wie ein Gefängnis, doch innerhalb der Klinik bekommt man schnell das Gefühl, dass hier der Schwerpunkt auf der Therapie liegt und nicht auf der Bestrafung oder dem Freiheitsentzug der Patienten.

07.10.2019 Julien Rosien

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