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Aktuelle Projekte

 

Im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts finden in den Klassen der Höheren Handelsschule Projekte statt: Schüler der drei Standorte Ahaus, Stadtlohn und Gronau haben die Möglichkeit, durch diese besondere methodische Form einen erfahrbaren Bezug zu komplexeren Fragen des beruflichen und gesellschaftlichen Lebens zu erlangen.

 

Solche Unterrichtsprojekte konfrontieren die Schüler mit Sachverhalten, Fragen und Problemen, die nicht einem einzelnen Fach, sondern mehreren Fächern im Bildungsgang verpflichtet sind. Die Schüler werden im Rahmen dieser Arbeit selbst aktiv. Mit bereits erarbeiteten Lerninhalten können die Schüler fachliche Wissens- und Könnenselemente zu eigenen (neuen) Lösungswegen sowie zu neuen Erkenntnissen und Einsichten verknüpfen.

 

Die einzelnen Projekte:

  • Heiko Reck
    Das Projekt Heiko Reck wird in der ersten Schulwoche der Unterstufe durchgeführt. Es konfrontiert die Schüler mit wirtschaftlichen Fragestellungen, wie z.B. Finanzierung einer Urlaubsreise, Konflikte im Arbeitsleben, und fordert sie zu Stellungnahmen und Lösungsvorschlägen heraus.
    Es knüpft an die Interessen und Lebenserfahrungen der Schüler an und macht sie vertraut mit der projektorientierten Arbeit und Inhalten verschiedener Unterrichtsfächer.
  • Berufswahlorientierung
    Sowohl in der Unter- als auch in der Oberstufe nehmen die Schüler an der Berufsorientierungsmesse, die jährlich vor den Herbstferien an den drei Ahauser Berufskollegs stattfindet, teil. Die Unterstufenschüler erkunden auf der Messe unterschiedliche Berufe und schlüpfen dann in die Rolle von Berufsberatern: Schwerpunkt sind hier die verschiedenen kaufmännischen Berufe. Im Unterricht stellen sie ihren Mitschülern die erkundeten Berufe vor.  Die Oberstufenschüler setzen sich zur Erweiterung ihres beruflichen Blickfeldes mit zusätzlichen zwei Berufsbildern auseinander, die mittels Kombinationskarten ausgelost werden.
  • Hürdenlauf zum Ausbildungsvertrag
    Große Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern fand das fächerübergreifende Projekt „Hürdenlauf zum Ausbildungsvertrag“, das im Jahr 2001 zum ersten Mal am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung vor den Sommerferien in dieser Form durchgeführt wurde und jetzt regelmäßiger Bestandteil der didaktischen Jahresplanung im Bildungsgang ist. Das Projekt besteht aus drei Phasen:
    Phase 1: Die Schüler erkunden mit Hilfe von Broschüren und dem Internet theoretische Grundlagen zur Ausbildungsplatzsuche und zum Bewerbungsverfahren und präsentieren ihre Ergebnisse.
    Phase 2: Die Schüler erstellen vollständige Bewerbungsmappen auf der Grundlage der vorgestellten Ergebnisse bezogen auf Berufsfelder, die per Stellenanzeigen „ausgelost“ werden und analysieren anschließend gegenseitig die erstellten Bewerbungen.
    Phase 3: Die Schüler simulieren Vorstellungsgespräche mit verschiedenen Personalfachkräften aus der Wirtschaft, die jeweils unterschiedliche Berufe vertreten.  Jede Klasse lernt drei unterschiedliche „Praktiker“ kennen; insgesamt kommen neun verschiedene Personalchefs an die Schule.
  • Paisy
    Die Ahauser Draht-AG ist einer der größten Anbieter von Draht und stahlnahen Produkten. Schlechte konjunkturelle Rahmenbedingungen und eine angespannte Lage auf dem Markt haben zu ständigem Nachfragerückgang geführt.
    Vor dem Hintergrund sinkender Umsatzzahlen, steigender Rohstoff- und Personalkosten und damit verbundener Verluste sind die Schüler gefordert, Vorschläge zur Rationalisierung zu entwickeln und Möglichkeiten der Kosteneinsparung, und das besonders im kostenintensiven Personalbereich, aufzuzeigen.
    Dabei spielt das Personalinformationssystem PAISY eine zentrale und umstrittene Rolle. Das Projekt zeigt, daß Problemlösungen nicht allein von ökonomischen Einsichten, sondern ebenso von Interessenlagen abhängig sind.
    Dieses Projekt wird im 2. Quartal der Jahrgangsstufe 12/I durchgeführt.
  • Planspiel Investor Industries
    Gegen Ende der Klasse 12 wird dieses Planspiel zunächst als klasseninterner und dann als klassenübergreifender Wettbewerb durchgeführt. Die Schülergruppen simulieren die Rolle von Geschäftsführern eines neuen Unternehmens, welches Spülmaschinen herstellt und verkauft. Auf dem Markt konkurrieren sie mit den anderen Spielgruppen ihrer Klasse. Durch geschickte Einkaufs-, Produktions- und Absatzentscheidungen müssen sie sich auf dem Markt durchsetzen. Marktsieger ist die Gruppe mit dem höchsten Eigenkapitalzuwachs. Die Klassensieger der jeweiligen Klassen ermitteln dann in einer Endausscheidung den Sieger des "Investor-Industries-Cup."

 

Praktikum

 

Bei Nachweis eines einschlägigen halbjährigen Praktikums in einem Gesamtvolumen von mindestens 24 Wochen wird die Fachhochschulreife zuerkannt.

Mögliche Bestandteile und zeitlicher Rahmen des einschlägigen halbjährigen Praktikums:

 
    Wochen
1. In den Fächern des berufsbezogenen Lernbereichs integriertes Praktikum  
  Die in den Lehrplänen vorgegebenen und in den Fächern zu vermittelnden berufs-praktischen Verfahren und Inhalte werden im Umfang von 4 Wochen auf das halbjährige Praktikum von der Schule am Ende des Bildungsganges angerechnet und bescheinigt

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2. Ergänzendes schulisches Praktikum im Differenzierungsbereich  
  Soweit im Differenzierungsbereich ergänzende berufspraktische Unterrichtsveranstaltungen angeboten werden, können diese im Umfang von bis zu 4 Wochen auf das halbjährige Praktikum von der Schule am Ende des Bildungsganges angerechnet und bescheinigt werden.

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3. Zusammenhängendes Betriebspraktikum während des Bildungsgangs  
  Soweit die Schule ein Betriebspraktikum im Umfang von bis zu 4 Wochen während der Unterrichtszeit organisiert, wird dieses von der Schule im abgeleisteten Umfang am Ende des Bildungsgangs auf das halbjährige Praktikum angerechnet. Der Praktikumsbetrieb bescheinigt die ordnungsgemäße Durchführung des Praktikums.

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4. Zusammenhängende Betriebspraktika/zusammenhängendes Betriebspraktikum vor, während oder nach dem Bildungsgang  
  Weitere Betriebspraktika zum Nachweis des halbjährigen Praktikums sind unmittelbar vor und/oder nach dem Bildungsgang bzw. während der Ferienzeiten im Bildungsgang zu absolvieren und werden von der Schule im abgeleisteten Umfang nach Ende des Bildungsgangs angerechnet. Bescheinigung wie unter 3.

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Der Unterricht ist so angelegt, dass er mit 4 Wochen auf das einschlägige Praktikum angerechnet wird.

 

Der Besuch der Höheren Handelsschule ist kostenlos.

Kosten für Lernmittel entstehen in Höhe von 33 % der jeweiligen Gesamtkosten. Im übrigen werden auf Kosten des Schulträgers beschaffte Lernmittel den Schülern so lange ausgeliehen, wie sie für den Unterricht gebraucht werden.

Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel werden vom Schulträger, dem Kreis Borken, bis maximal 100 EURO monatlich übernommen, wenn die Entfernung zwischen Wohnort und Schule mehr als 5 Kilometer beträgt.