Zweijährige Berufsfachschule (Handelsschule)
Die Berufsfachschule führt zur Fachoberschulreife. Sie vermittelt eine erweiterte Allgemeinbildung und eine berufliche Grundbildung im Bereich Wirtschaft und Verwaltung.
Weitere Auskünfte erteilt:
Herr Studiendirektor Reinhard Tenbrock (Tel.: 02561/42903 oder 02561/429045) Mail:
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Aufnahme in den Bildungsgang
Aufnahmebedingungen Aufgenommen wird, wer mindestens den Hauptschulabschluss erworben hat. Wer das Berufsgrundschuljahr erfolgreich abgeschlossen hat, kann unmittelbar in das zweite Jahr der Berufsfachschule eintreten.
Anmeldungen
Anmeldungen erfolgen ausschließlich über Schüleranmeldung.de zu Beginn jedes Kalenderjahres.
Öffnungszeiten des Sekretariats Schulort Ahaus: Montag – Donnerstag 08:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:00 Uhr Freitag 08:00 – 12:00 Uhr Bei nicht volljährigen Schüler/innen ist bei der Anmeldung die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.
Unterrichtsorganisation
Der Bildungsgang der Berufsfachschule dauert zwei Jahre.
Der Unterricht umfasst 32 bis 35 Wochenstunden.
Die Stundentafel enthält neben den Fächern Deutsch/Kommunikation, Englisch, Mathematik, Politik/Gesellschaftslehre, Religionslehre und Sport/Gesundheitsförderung die Fächer, die für die Handelsschule charakteristisch sind: Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Informationswirtschaft (eine Kombination aus Textverarbeitung, Organisationslehre/Datenverarbeitung und Bürowirtschaft) und Volkswirtschaftslehre.
In der Oberstufe absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Betriebspraktikum.
Stundentafel
| Jahrgangsstufe |
11 |
12 |
| Berufsbezogener Lernbereich |
|
|
| Betriebswirtschafslehre mit Rechnungswesen |
8 |
8 |
Informationswirtschaft mit den Fächern Bürowirtschaft Textverarbeitung Datenverarbeitung/Organisationslehre |
3 3 2 |
3 3 2 |
| Volkswirtschaftslehre |
2 |
2 |
| Mathematik |
3 |
3 |
| Englisch |
3 |
3 |
Differenzierungsbereich (mindestens ein Kurs je Halbjahr |
|
|
| Deutsch Sprachsicherheit |
2 |
|
| Mathematik Intensivkurs |
2 |
|
| Jobcoaching |
|
2 |
Berufsübergreifender Lernbereich |
|
|
| Deutsch / Kommunikation |
3 |
3 |
| Religionslehre |
1 |
1 |
| Sport / Gesundheitsförderung |
2 |
2 |
| Gesellschaftslehre/Geschichte |
1 |
1 |
| Unterrichtsstunden insgesamt |
33 |
33 |
Profilbausteine des Bildungsganges
Der Unterricht in der Handelsschule steht unter dem Leitgedanken
Fördern - Fordern - Konsequenz.
Fördern meint, dass die Lehrerinnen und Lehrer sich bemühen, den Schülerinnen und Schülern eine solide berufliche Grundbildung nach den gültigen Lehrplänen zu vermitteln. Dazu haben wir in der Handelsschule kleine Lerngruppen eingerichtet.
Die Klassenlehrer/innen betreuen ihre Gruppen mindestens in zwei Fächern und decken ungefähr 10 Wochenstunden Unterricht ab. Sie beraten ihre Schüler in allen Fragen der Ausbildung und bieten ihre Hilfestellung auch bei privaten Schwierigkeiten an.
Fächerübergreifende Lernaufgaben und moderne Lernmethoden bilden das Fundament des Unterrichts.
Durch ein besonderes Kurssystem im Differenzierungsbereich bieten wir starken Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, zusätzliche Qualifikationen zu erwerben. Andererseits können aber auch Kurse belegt werden, die dabei helfen sollen, Lernschwierigkeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik oder Rechnungswesen zu beheben.
Ein dreiwöchiges Betriebspraktikum in der Oberstufe und ein Spektrum an Hilfen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz erleichtern den Übergang von der Schule auf den Arbeitsmarkt.
Fordern bedeutet, dass wir von unseren Schülerinnen und Schülern erwarten, dass sie alles tun, um ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Besonders erwarten wir, dass sie die zu Beginn der Schullaufbahn selbst aufgestellten Regeln einhalten und beachten.
Konsequenz hat zur Folge, dass Verhaltensweisen wie z.B. Bummeln, Leistungsverweigerung oder Beeinträchtigung der Mitschüler nicht geduldet werden und mit den im Schulgesetz vorgesehenen Maßnahmen geahndet werden.
Aktuelle Projekte
• European Studies
European Studies ist eine Arbeitsgemeinschaft von mehreren hundert Schulen in ganz Europa. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, durch gemeinsame Projekte die jeweils anderen Länder mit ihren Einwohnern und deren kulturellen Gewohnheiten besser kennen zu lernen. Die aktuellen Themenschwerpunkte werden im Rahmen eines Treffens der jeweiligen Koordinatorinnen und Koordinatoren für das darauf folgende Jahr festgelegt, und der Austausch der Materialien erfolgt in Form von Briefen, E-Mails, Kassetten oder Videos. Manchen Schulen ist es auch möglich, Videokonferenzen abzuhalten.
Die Arbeit an European Studies Projekten ist an unserer Schule zurzeit Bestandteil des Englischunterrichts in der Oberstufe der Handelsschule. Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren im Verlauf des gesamten Schuljahres mehrmals mit den Schülerinnen und Schülern der anderen europäischen Schulen, die Mitglieder unserer Gruppe sind, und es werden jeweils Ausarbeitungen und Materialien zu bestimmten Fragestellungen ausgetauscht. So geht es zu Beginn meistens darum, sich selbst, die Schule und die Region mit ihren speziellen Festen und Schwerpunkten zu präsentieren, während zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise die Freizeitgewohnheiten, oder politische Themen wie z.B. die Entwicklung der EU im Vordergrund stehen.
Momentan arbeiten wir mit folgenden Schulen zusammen:
Gruppe 04:
• As Videregaende Skole, As, Norwegen • Banbridge Academy, Banbridge, Nordirland • Bandon Grammar School, Bandon, Republik Irland • Hillerod Handelsskole, Hillerod, Dänemark • King George V College, Southport, England • Lycèe La Coliniere, Nantes, Frankreich • Sacred Heart Grammar, Newry, Nordirland
• Job Coaching
Das Job Coaching ist fester Bestandteil des Unterrichts in der Handelsschul-Oberstufe und soll den Schülerinnen und Schülern die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz erleichtern. Bestandteile des Job Coaching:
• Erstellen eines individuellen Job-Profils (Interessen, Stärken etc.) • Informieren über in Frage kommende Arbeitsgebiete • Beratung bei der Suche nach alternativen Jobperspektiven • gemeinsame Durchsicht und Auswahl aktueller Stellenangebote in Presse und Internet • ggf. Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsamt • Hilfestellung bei der Gestaltung von Bewerbungen auf schuleigenen PCs • Hilfestellung beim Erstellen und anschließende Korrektur von Lebensläufen • Hilfestellung beim Verfassen und anschließende Korrektur von Bewerbungs-schreiben • Vorbereitung auf Einstellungstests • Simulation von Vorstellungsgesprächen • Videoaufzeichnung und anschließende Auswertung von simulierten Vorstellungsgesprächen
Abschluss
Schülerinnen und Schüler, die mit dem Hauptschulabschluss in die Handelschule eingetreten sind, erwerben mit der Versetzung in das zweite Jahr des Bildungsganges einen dem Sekundarstufe I - Hauptschulabschluss nach Klasse 10 - gleichwertigen Abschluss.
Wer die Handelsschule erfolgreich durchlaufen hat, bekommt den Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife - zuerkannt. Daneben wird eine der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung entsprechende berufliche Grundbildung bescheinigt.
Bei guten Leistungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik wird mit der Fachoberschulreife die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erteilt.
Für Schulbücher und Lehrmaterial entstehen Kosten in Höhe von ca. 70 EURO für beide Schuljahre, die von den Eltern bzw. Schülern zu tragen sind.
Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel werden vom Schulträger, dem Kreis Borken, übernommen, wenn die Entfernung zwischen Wohnort und Schule mehr als 5 Kilometer beträgt
In der Oberstufe der zweijährigen Handelsschule beschreitet das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Ahaus seit dem Schuljahr 1995/96 neue Wege. Im Rahmen eines Schulversuchs und damit erstmalig an einer Handelsschule in Nordrhein-Westfalen wird ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt. Es findet im Anschluss an die Herbstferien statt. Es unterscheidet sich von den Betriebspraktika der Sekundarstufe I dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler auf das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung spezialisiert sind, in dem sie grundlegende kaufmännische Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten durch den Unterricht der Unterstufe erworben haben.
Das Betriebspraktikum soll den Schülerinnen und Schülern
zu einer realistischen Einschätzung über ihre berufliche Perspektiven verhelfen,
eine Entscheidungshilfe für die unmittelbar bevorstehende Berufsausbildung sein,
evtl. zur Ausbildungsplatzfindung durch persönliche Kontakte im Praktikumsbetrieb beitragen,
einen Motivationsschub zur Erlangung eines möglichst guten Handelsschulabschlusses bringen,
Einblicke und persönliche Erfahrungen ermöglichen, die nicht durch unterrichtliche Situationen und Angebote ersetzt werden können,
das Lösen von aus dem Unterricht entwickelten Aufgabenstellungen ermöglichen, die eine Verbindung zwischen der betrieblichen Wirklichkeit und dem schulischen Lernen herstellen.
Betriebspraktikum
Die Schülerinnen und Schüler beschaffen sich ihre Praktikumsstellen eigenständig. Gelingt dies in Einzelfällen nicht, vermittelt die Schule Stellen.
In Abschlussgesprächen zeigen die Betriebe ihren Praktikantinnen und Praktikanten deren Stärken und Schwächen auf.
Die von den Schülerinnen und Schülern bearbeiteten Informations- und Beobachtungsaufgaben werden in einem mehrtägigen Projekt ausgewertet und die Ergebnisse präsentiert. Die Ausstellung der Arbeitsergebnisse erfolgt schulintern, wird aber auch von interessierten Eltern und Vertretern der Praktikumsbetriebe besucht.
Projektleiter: die jeweiligen Klassenlehrer der Oberstufen in Zusammenarbeit mit dem Bildungsgangleiter
Auskunft und Beratung
Weitere Auskünfte erteilt: Herr Studiendirektor Reinhard Tenbrock (Tel.: 02561/42903 oder 02561/429045) Mail:
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