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Kauffrau / Kaufmann im Groß- und Außenhandel

Herzlich willkommen auf unserer Seite des Bildungsgangs Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Zusammen mit Ihrem Ausbildungsbetrieb machen wir Sie fit zur/zum Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel.

 

Anmeldungen

Anmeldungen erfolgen ausschließlich über Schüleranmeldung.de.


Öffnungszeiten des Sekretariats
Schulort Ahaus:
Montag – Donnerstag 08:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:00 Uhr
Freitag 08:00 – 12:00 Uhr

Bei nicht volljährigen Schüler/innen ist bei der Anmeldung die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

Weitere Auskünfte erteilt:

Rolf-Dieter Lehmann

 

Der Ausbildungsberuf

Der Groß- und Außenhandel steht als Wirtschaftspartner zwischen den industriellen Produktionsbetrieben und den Einzelhändlern, Großabnehmern sowie Weiterverarbeitungsbetrieben. In über 100 Branchen bildet er ein wichtiges Bindeglied zwischen den Erzeugern und den Abnehmern der Ware. Für den Groß- und Außenhandel stellt sich die Aufgabe, Bezugsquellen zu erschließen, Waren zu lagern und zu verteilen sowie ein kundenorientiertes Sortiment und weitere Serviceleistungen anzubieten. Wichtige Ziele seiner Arbeit sind die Ware termingerecht an den richtigen Ort zu liefern, Kunden über die Eigenschaften der Waren zu informieren und zusätzlich Finanzierungs-, Service- und Marketingleistungen anzubieten. Diese Tätigkeiten gehen oftmals über die Grenzen der Bundesrepublik und des europäischen Binnenmarktes hinaus, so dass der Groß- und Außenhändler zwangsläufig auch fundiertes Wissen im internationalen Handel beherrschen muss.

 

Vorgaben für die Berufsausbildung

Zum 1. August 2006 wurde der Ausbildungsberuf „Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel“ neu geordnet. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre und kann mit einem entsprechenden Schulabschluss des Auszubildenden (z. B. Abitur) und der Zustimmung des Ausbildungsbetriebes auf zwei oder zweieinhalb Jahre verkürzt werden.

Dabei erfolgt die Ausbildung am Berufskolleg zukünftig neben den allgemeinbildenden Fächern zusätzlich in Lernfelder. Ahnlich geartete Lernfelder sind lt. Lehrplan zu sog. „Bündelungsfächern“ zusammengefasst.

Lernfeldübersicht und Zuordnung zu den Bündelungsfächern für den Bildungsgang Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel:

Wirtschafts- und Sozialprozesse

Großhandelsprozesse / Außenhandelsprozesse

Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

 

 

1. Ausbildungsjahr

Lernfeld 1
80 Std.

Den Ausbildungs-betrieb als Groß- und Außen-handelsunternehmen präsentieren
Lernfeld 2
80 Std.

Aufträge kundenorientiert bearbeiten
Lernfeld 3
80 Std.

Beschaffungs-prozesse planen, steuern und durchführen
Lernfeld 4
80 Std.

Geschäftsprozesse als Werteströme erfassen, dokumentieren und auswerten

 

2. Ausbildungsjahr

Lernfeld 5
80 Std.
(Großhandel)
60 Std.
(Außenhandel)

Personalwirtschaft-liche Maßnahmen wahrnehmen
 
Lernfeld 6
80 Std. (Großhandel)
100 Std (Außenhandel)

Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren
Lernfeld 7
40 Std.

Gesamtwirt-schaftliche Einflüsse auf das Groß- und Außen-handelsunter-nehmen analysieren
Lernfeld 8
80 Std.

Preispolitische Maßnahmen erfolgsorientiert vorbereiten und steuern

 

3. Ausbildungsjahr

Lernfeld 9
80 Std. (Großhandel)
60 Std. (Außenhandel)

Marketing planen, durchführen und kontrollieren
 
Lernfeld 10
80 Std. (Großhandel)
100 Std. (Außenhandel)

Finanzierungs-entscheidungen treffen
 
Lernfeld 11
80 Std.

Unternehmens-ergebnisse aufbereiten, bewerten und nutzen
 
Lernfeld 12
40 Std.

Berufsorientierte Projekte durchführen

 

Die Bewerberin / der Bewerber sollte mindestens über einen guten Hauptschulabschluss verfügen. Empfehlenswert ist die Fachoberschulreife (Realschulabschluss).

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht findet einmal wöchentlich und 14-tägig an einem weiteren Unterrichtstag an unserem Berufskolleg in Ahaus statt.

Die Auszubildenden werden bei uns während Ihrer Ausbildung in den folgenden Fächern unterrichtet.

allgemeinbildende Fächer:
o Deutsch
o Englisch
o Politik
o Religion
o Sport

berufsbezogene Fächer:
o Großhandelsprozesse
o Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
o Wirtschafts- und Sozialprozesse

Der Unterricht erfolgt nach dem Prinzip des handlungsorientierten Lernens, damit die Fähigkeit der Auszubildenden gefördert wird, Zusammenhänge, Ursachen und Auswirkungen zu erkennen und das Ausbildungsziel der „Handlungsfähigkeit“ zu erreichen. Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Urteilsvermögen, Kooperations- und Teambereitschaft sollen dabei systematisch entwickelt werden.

Internationalisierung

Die Bundesrepublik Deutschland ist intensiv in die Weltwirtschaft eingebunden. Mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes wird exportiert. Kaufleute des Groß- und Außenhandels werden folglich im Berufsleben mit großer Wahrscheinlichkeit internationale Geschäfte tätigen müssen. Fremdsprachenkenntnisse und Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf internationales Geschäftsgebaren tragen dazu bei, solche Arbeiten sicher und erfolgreich bewältigen zu können.

Der Bildungsgang Großhandel am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung organisiert den Unterricht darum in der Art, dass das Fach Englisch wöchentlich mehrstündig in allen drei Ausbildungsjahren erteilt wird.

Der Unterricht ist dabei inhaltlich so aufgebaut, dass die Auszubildenden in diesem Rahmen u.a. auch dazu qualifiziert werden, ein KMK-Fremdsprachenzertifikat zu erwerben, mit dem die Auszubildenden sich berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse in unterschiedlichen Kompetenzbereichen zertifizieren lassen können.

Die Nähe zur niederländischen Grenze, die internationale Ausrichtung auch der regionalen Betriebe macht das Arbeiten im Ausland zu einem durchaus vorstellbaren Zukunftsszenario für die Auszubildenden im Groß- und Außenhandel. Internationale Beweglichkeit und insbesondere europäische Mobilität sind Qualifikationen, die den zukünftigen beruflichen Handlungsspielraum der Auszubildenden erweitern.

Der Bildungsgang Großhandel am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung ermöglicht es den Auszubildenden darum z.B. im Rahmen des jährlich durchgeführten Europatages, den eigenen Lebenslauf in der besonderen Form des EUROPASS-Lebenslaufes zu erarbeiten und zu erstellen.

Insbesondere berufliche Auslandserfahrungen fördern die europäische und internationale Mobilität der Auszubildenden. Lernaufenthalte im Ausland können die Auszubildenden durch den EUROPASS Mobilität nachweisen. Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus fördert darum die Auszubildenden, die ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten durch Arbeiten und Lernen im Ausland erweitern wollen, durch intensive organisatorische und auch finanzielle Unterstützung. Die Unterstützung vollzieht sich u.a. auch in der Zusammenarbeit mit der zuständigen Industrie- und Handelskammer.

In den vergangenen Jahren ist das „Praktikum im Ausland“ während der Ausbildung auch im Rahmen des jährlich durchgeführten Europatages thematisiert worden. Hier werden u.a. die Erfahrungsberichte der Auslandspraktikanten und –praktikantinnen vorgestellt. In den vergangen Jahres sind regelmäßig drei und mehr Auszubildende des Groß- und Außenhandels für mehrere Wochen in ausländische Betriebe gegangen, um dort ihr Praktikum vor Ort zu absolvieren.

 

Abschlussprüfung

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit legen die Auszubildenden eine Zwischenprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab, die sich auf die im Ausbildungsbetrieb erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten und den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff bezieht. Die Teilnahme ist Bedingung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung der IHK besteht aus einem schriftlichen Teil und einem mündlichem Teil. Sie stellt sich wie folgt dar:

Fach Dauer der Prüfung Prüfungsart
Großhandelsprozesse 180 Minuten offene Fragen, Fallsituationen
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle 90 Minuten programmierte Aufgaben
Wirtschafts- und Sozialprozesse 60 Minuten programmierte Aufgaben
Fallbezogenes Fachgespräch 30 Minuten  

Sollte die Prüfung nicht bestanden werden, so verlängert sich das Ausbildungsverhältnis auf Wunsch bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr.

Auskunft und Beratung

Weitere Auskünfte erteilt

Rolf-Dieter Lehmann

Auslandspraktika

Informationen zum Auslandspraktikum finden Sie hier.

Wie geht es weiter?

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung jedoch nicht beendet. Um den vielfältigen Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, ist es notwendig, immer über ein aktuelles Fachwissen zu verfügen sowie Neuerungen zu kennen und anzuwenden.

Für aufstrebende Kaufleute im Groß- und Außenhandel kommen z. B.

  • Fortbildungen als Fachkaufmann/-frau für Einkauf und Logistik oder für Marketing, aber auch als
  • Handelsfachwirt/-in oder als
  • staatlich geprüfte/r Betriebswirt (hier am Berufskolleg Ahaus)
    in Frage.
Die von dem Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung Ahaus angebotene Weiterbildungsmaßnahme unterscheidet sich durch ihre betriebspraktische Orientierung bewusst von der stärker theoretisch ausgerichteten Ausbildung an den Fachhochschulen und Hochschulen.

Die Fachschule für  Wirtschaft wird in den Schwerpunkten

  • Absatzwirtschaft
  • Wirtschaftsinformatik

angeboten.

Fall Sie nach der Berufsaubildung die Fachhochschulreife erwerben wollen, um beispielsweise die Fachhochschule zu besuchen, können Sie an unserem Berufskolleg die Fachoberschule Klasse 12 besuchen.

 

Weitere Informationen zum Beruf


• IHK Nord Westfalen (www.ihk-nordwestfalen.de)
• Bundesagentur für Arbeit (http://www.arbeitsagentur.de)
• BIBB Bundesverband für Berufsbildung (http://www.bibb.de)
• BGA – Bundesverband des deutschen Groß- und Außenhandels (http://www.bga.de)