Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung mit Wirtschaftsgymnasium Ahaus - Kusenhook 4-8 - 48683 Ahaus - Tel.: (0 25 61) 42 90 3

Höhere Berufsfachschule Typ Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule)

Gut vorbereitet in die Berufsausbildung - und dann vielleicht studieren?

 

Sie haben den mittleren Schulabschluss erworben oder besitzen das Versetzungszeugnis der Klasse 9 des Gymnasiums?


Und suchen nun einen attraktiven Ausbildungsplatz im Bereich Wirtschaft oder Verwaltung?

 

Die Höhere Handelsschule bereitet junge motivierte Menschen auf den Beruf vor

  • durch die intensive Auseinandersetzung mit wirtschaftsbezogenen Problemstellungen (z.B. Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre)

  • durch Vertiefung der allgemeinbildenden Fächer (z.B. Deutsch, Mathematik, Politik, Religion)

  • durch Vertiefung oder Erlernung von Fremdsprachen (z.B. Englisch, Niederländisch, Spanisch)

  • durch selbständiges Erarbeiten von wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen (z.B. in Projekten und Planspielen).

Erfolgreiche Planspielteilnehmerin mit Bildungsgangleiter Johannes Plate

 

Weitere Auskünfte erteilt:

Herr Studiendirektor Johannes Plate

(Tel.: 02561/42903 oder 02561/4290515).
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Aufnahmebedingungen


In die Höhere Handelsschule kann aufgenommen werden, wer

a) mindestens den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) erworben hat
oder
b) das Versetzungszeugnis nach Klasse 9 des Gymnasiums vorlegen kann.

 

Anmeldungen

Anmeldungen erfolgen ausschließlich über Schüleranmeldung.de zu Beginn jedes Kalenderjahres.

 


Öffnungszeiten des Sekretariats
Schulort Ahaus:
Montag – Donnerstag 08:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:00 Uhr
Freitag 08:00 – 12:00 Uhr

Bei nicht volljährigen Schüler/innen ist bei der Anmeldung die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

 

Bildungs- und Erziehungsauftrag

 

Der Bildungsauftrag der Zweijährigen Höheren Handelsschule wird geprägt durch seine Stellung im berufsbildenden Schulwesen und den speziellen, daraus erwachsenden Anforderungen in Bezug auf die Vermittlung berufsvorbereitender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Darüber hinaus ist sie verpflichtet, den Schülerinnen und Schülern allgemeine Hilfestellung zur Lebensbewältigung und zur Integration in das Gemeinwesen zu geben; sie setzt diesbezüglich den Bildungsauftrag der Sekundarstufe I fort.

 

Hieraus und aus dem gesetzlichen Auftrag weist die zweijährige Höhere Handelsschule folgende Zielkomplexe auf:

  • Vermittlung beruflicher Kenntnisse
  • Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung
  • Studienqualifikation

Die Vermittlung beruflicher Kenntnisse beinhaltet, dass die Schülerinnen und Schüler berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben sollen, die auf eine berufliche Ausbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung vorbereiten, ohne dass bereits in der Schule eine berufliche Spezialisierung auf einen bestimmten Ausbildungsberuf erfolgt. Damit sind alle Fächer so ausgelegt, dass keine unmittelbare ausbildungsberufsbezogene Spezialisierung der Schülerinnen und Schüler stattfindet.

 

Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung bedeutet eine Erziehung zur Handlungsfähigkeit im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung und darüber hinaus in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens.

 

Unterrichtsorganisation

Die Ausbildung erfolgt in Vollzeitform. Der Unterricht findet im Klassenverband, im Differenzierungsbereich auch in Kursen in den folgenden drei Lernbereichen statt:

Berufsbezogener Bereich:

Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen
Volkswirtschaftslehre
Informationswirtschaft
Biologie
Mathematik
Englisch

 

Berufsübergreifender Bereich:

Deutsch/Kommunikation
Politik/Gesellschaftslehre
Religionslehre
Sport/Gesundheitsförderung

 

Differenzierungsbereich:

Während der 2 Jahre findet selbstständiges Erarbeiten von Unterrichtsinhalten in unterschiedlichen Projekten und Planspielen statt. Im ersten Jahr finden die Projekte „Heiko Reck“, und das Bewerbungsprojekt statt, im zweiten Jahr „PAISY“ und das Unternehmensplanspiel „Investor Industries“.  Außerdem haben die SchülerInnnen die Möglichkeit, am Planspiel Börse teilzunehmen.

 

Stundentafel

 

Jahrgangsstufe

Klasse 11

Klasse 12

 

 

 

 

 

Lernbereiche / Fächer

Wochenstunden

 

Wochenstunden

 

Berufsbezogener
Lernbereich

 

 

 

 

Betriebswirtschafslehre mit Rechnungswesen

6

 

7

 

Volkswirtschaftslehre

2

 

2

 

 

 

 

 

 

Informationswirtschaft

5

 

5

 

 

 

 

 

 

Mathematik

3

 

3

 

Biologie

-

 

2

 

Englisch

3

 

3

 

.

 

 

 

 

Berufsübergreifender
Lernbereich

 

 

 

 

Deutsch / Kommunikation

3

 

3

 

Religion

2

 

2

 

Sport / Gesundheitsförderung

1

 

1

 

Politik / Gesellschaftslehre

1

 

1

 

 

 

 

 

 

Differenzierungsbereich

 

 

 

 

Wirtschaftsinformatik/Spanisch Anfänger /Niederländisch Fortgeschrittene

3

 

3

 

Wirtschaftsenglisch

2

 

 

 

Praxisbezogene Informationsverarbeitung

2

 

 

 

Projektarbeit

1

 

 

 

Finanzmathematik

-

 

2

 

Wochenstunden

34

 

34

 

 

 

Differenzierung im Bildungsgang

Sie können zwischen den Kursen Wirtschaftsinformatik, Spanisch Anfänger oder Niederländisch Fortgeschrittene wählen:

  • Sollten Sie mehr berufspraktisch orientiert sein, finden Sie in der Höheren Handelsschule mit dem Fach Wirtschaftsinformatik das für Sie interessante Fach. In Wirtschaftsinformatik setzen Sie sich intensiv mit kaufmännischen Problemstellungen auseinander. Praxisnah können Sie Ihre erworbenen Kenntnisse mit Hilfe des Computers sofort anwenden. Bei dieser Wahl nehmen Sie an allen acht Modulen des staatlichen EDV-Führerscheins teil. Bestehen Sie alle Modulprüfungen, erhalten Sie das Zertifikat „Staatlicher EDV-Führerschein“ am Ende der Höheren Handelsschule.

  • Sind Sie mehr an Fremdsprachen interessiert? Dann ist die Höhere Handelsschule mit der zweiten Fremdsprache Spanisch (Anfänger) oder Niederländisch (Fortgeschrittene) das Richtige für Sie. In einem zusammenwachsenden Europa werden Fremdsprachen immer wichtiger. Entscheiden Sie sich für eine 2. Fremdsprache, nehmen Sie im Rahmen dieser an einer externen Prüfung teil und erhalten bei erfolgreicher Teilnahme ein KMK-Zertifikat. Bei Wahl der Fremdsprache Niederländisch (Fortgeschrittene) erweitern Sie Ihre internationalen Aktivitäten durch einen verpflichtenden Schüleraustausch mit dem Sint-Dimpnacollege in Geel in Belgien. Fällt Ihre Wahl auf Spanisch, so nehmen Sie an dem verpflichtenden Projekt „Eine-Welt“ teil.

Abschluss


Der Bildungsgang ermöglicht den Schülerinnen und Schülern nach 2 Jahren den Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife.

Abschlussprüfung

Schriftliche und eventuell mündliche Prüfung in den Fächern Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Mathematik, Englisch und Deutsch.

Bei Nachweis eines halbjährigen Praktikums im Bereich Wirtschaft und Verwaltung oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung wird die volle Fachhochschulreife erworben.

Der Unterricht im Fach Informationswirtschaft ist so angelegt, dass er mit 4 Wochen auf das einschlägige Praktikum angerechnet wird.

Bei der Wahl des Profils "Sprachen" oder durch den Nachweis entsprechender Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache aus der Sekundarstufe I kann die Schülerin oder der Schüler nach Absolvierung der Höheren Handelsschule in die Klasse 12 des Wirtschaftsgymnasiums einsteigen.

 

Internationalisierung

Schüleraustausch mit einer polnischen Partnerschule in Siedlce

Schüleraustausch mit der belgischen Partnerschule in Geel 

Projektbasierte Partnerschaft zu dem ROC van Twente und anderen, aber wechselnden Schulen über das ITO-Projekt

 

Aktuelle Projekte

Im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts finden in den Klassen der Höheren Handelsschule Projekte statt: Schüler der drei Standorte Ahaus, Stadtlohn und Gronau haben die Möglichkeit, durch diese besondere methodische Form einen erfahrbaren Bezug zu komplexeren Fragen des beruflichen und gesellschaftlichen Lebens zu erlangen.
 

Solche Unterrichtsprojekte konfrontieren die Schüler mit Sachverhalten, Fragen und Problemen, die nicht einem einzelnen Fach, sondern mehreren Fächern im Bildungsgang verpflichtet sind. Die Schüler werden im Rahmen dieser Arbeit selbst aktiv. Mit bereits erarbeiteten Lerninhalten können die Schüler fachliche Wissens- und Könnenselemente zu eigenen (neuen) Lösungswegen sowie zu neuen Erkenntnissen und Einsichten verknüpfen.

 

Die einzelnen Projekte:

  • Heiko Reck
    Das Projekt Heiko Reck wird in der ersten Schulwoche der Unterstufe durchgeführt. Es konfrontiert die Schüler mit wirtschaftlichen Fragestellungen, wie z.B. Finanzierung einer Urlaubsreise, Konflikte im Arbeitsleben, und fordert sie zu Stellungnahmen und Lösungsvorschlägen heraus.
    Es knüpft an die Interessen und Lebenserfahrungen der Schüler an und macht sie vertraut mit der projektorientierten Arbeit und Inhalten verschiedener Unterrichtsfächer.
  • Berufswahlorientierung
    Sowohl in der Unter- als auch in der Oberstufe nehmen die Schüler an der Berufsorientierungsmesse, die jährlich vor den Herbstferien an den drei Ahauser Berufskollegs stattfindet, teil. Die Unterstufenschüler erkunden auf der Messe unterschiedliche Berufe und schlüpfen dann in die Rolle von Berufsberatern: Schwerpunkt sind hier die verschiedenen kaufmännischen Berufe. Im Unterricht stellen sie ihren Mitschülern die erkundeten Berufe vor.  Die Oberstufenschüler setzen sich zur Erweiterung ihres beruflichen Blickfeldes mit zusätzlichen zwei Berufsbildern auseinander, die mittels Kombinationskarten ausgelost werden.
  • Hürdenlauf zum Ausbildungsvertrag
    Große Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern fand das fächerübergreifende Projekt „Hürdenlauf zum Ausbildungsvertrag“, das im Jahr 2001 zum ersten Mal am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung vor den Sommerferien in dieser Form durchgeführt wurde und jetzt regelmäßiger Bestandteil der didaktischen Jahresplanung im Bildungsgang ist. Das Projekt besteht aus drei Phasen:
    Phase 1: Die Schüler erkunden mit Hilfe von Broschüren und dem Internet theoretische Grundlagen zur Ausbildungsplatzsuche und zum Bewerbungsverfahren und präsentieren ihre Ergebnisse.
    Phase 2: Die Schüler erstellen vollständige Bewerbungsmappen auf der Grundlage der vorgestellten Ergebnisse bezogen auf Berufsfelder, die per Stellenanzeigen „ausgelost“ werden und analysieren anschließend gegenseitig die erstellten Bewerbungen.
    Phase 3: Die Schüler simulieren Vorstellungsgespräche mit verschiedenen Personalfachkräften aus der Wirtschaft, die jeweils unterschiedliche Berufe vertreten.  Jede Klasse lernt drei unterschiedliche „Praktiker“ kennen; insgesamt kommen neun verschiedene Personalchefs an die Schule.
  • Paisy
    Die Ahauser Draht-AG ist einer der größten Anbieter von Draht und stahlnahen Produkten. Schlechte konjunkturelle Rahmenbedingungen und eine angespannte Lage auf dem Markt haben zu ständigem Nachfragerückgang geführt.
    Vor dem Hintergrund sinkender Umsatzzahlen, steigender Rohstoff- und Personalkosten und damit verbundener Verluste sind die Schüler gefordert, Vorschläge zur Rationalisierung zu entwickeln und Möglichkeiten der Kosteneinsparung, und das besonders im kostenintensiven Personalbereich, aufzuzeigen.
    Dabei spielt das Personalinformationssystem PAISY eine zentrale und umstrittene Rolle. Das Projekt zeigt, daß Problemlösungen nicht allein von ökonomischen Einsichten, sondern ebenso von Interessenlagen abhängig sind.
    Dieses Projekt wird im 2. Quartal der Jahrgangsstufe 12/I durchgeführt.
  • Planspiel Investor Industries
    Gegen Ende der Klasse 12 wird dieses Planspiel zunächst als klasseninterner und dann als klassenübergreifender Wettbewerb durchgeführt. Die Schülergruppen simulieren die Rolle von Geschäftsführern eines neuen Unternehmens, welches Spülmaschinen herstellt und verkauft. Auf dem Markt konkurrieren sie mit den anderen Spielgruppen ihrer Klasse. Durch geschickte Einkaufs-, Produktions- und Absatzentscheidungen müssen sie sich auf dem Markt durchsetzen. Marktsieger ist die Gruppe mit dem höchsten Eigenkapitalzuwachs. Die Klassensieger der jeweiligen Klassen ermitteln dann in einer Endausscheidung den Sieger des "Investor-Industries-Cup."

 

Praktikum

 

Bei Nachweis eines einschlägigen halbjährigen Praktikums in einem Gesamtvolumen von mindestens 24 Wochen wird die Fachhochschulreife zuerkannt.

Mögliche Bestandteile und zeitlicher Rahmen des einschlägigen halbjährigen Praktikums:

 
    Wochen
1. In den Fächern des berufsbezogenen Lernbereichs integriertes Praktikum  
  Die in den Lehrplänen vorgegebenen und in den Fächern zu vermittelnden berufs-praktischen Verfahren und Inhalte werden im Umfang von 4 Wochen auf das halbjährige Praktikum von der Schule am Ende des Bildungsganges angerechnet und bescheinigt

4

2. Ergänzendes schulisches Praktikum im Differenzierungsbereich  
  Soweit im Differenzierungsbereich ergänzende berufspraktische Unterrichtsveranstaltungen angeboten werden, können diese im Umfang von bis zu 4 Wochen auf das halbjährige Praktikum von der Schule am Ende des Bildungsganges angerechnet und bescheinigt werden.

0 - 4

3. Zusammenhängendes Betriebspraktikum während des Bildungsgangs  
  Vor den Sommerferien der Unterstufe findet ein verpflichtendes 2-wöchiges Betriebspraktikum statt. Der Praktikumsbetrieb bescheinigt die ordnungsgemäße Durchführung des Praktikums.

2

4. Zusammenhängende Betriebspraktika/zusammenhängendes Betriebspraktikum vor, während oder nach dem Bildungsgang  
  Weitere Betriebspraktika zum Nachweis des halbjährigen Praktikums sind unmittelbar vor und/oder nach dem Bildungsgang bzw. während der Ferienzeiten im Bildungsgang zu absolvieren und werden von der Schule im abgeleisteten Umfang nach Ende des Bildungsgangs angerechnet. Bescheinigung wie unter 3.

14 - 18

 

Der Unterricht ist so angelegt, dass er mit 4 Wochen auf das einschlägige Praktikum angerechnet wird.

 

Der Besuch der Höheren Handelsschule ist kostenlos.

Kosten für Lernmittel entstehen in Höhe von 33 % der jeweiligen Gesamtkosten. Im Übrigen werden auf Kosten des Schulträgers beschaffte Lernmittel den Schülern so lange ausgeliehen, wie sie für den Unterricht gebraucht werden.

Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel werden vom Schulträger, dem Kreis Borken, bis maximal 100 EURO monatlich übernommen, wenn die Entfernung zwischen Wohnort und Schule mehr als 5 Kilometer beträgt.

 

Auskunft und Beratung

 

Jede Schülerin/jeder Schüler erfährt während des gesamten Bildungsgangs eine Beratung, um die für sie/ihn richtige Entscheidung treffen zu können.

 
Beratungsphase Zeitpunkt Ziel
1. Phase  zu Beginn des Bildungsgangs   Wahl des Differenzierungsangebotes
2. Phase   nach Klasse 11.1 Absolvierung des zweiwöchigen Pflichtpraktikums
3. Phase   zur Versetzung in Klasse 12 Bekanntgabe der Prüfungsmodalitäten
 

Weitere Auskünfte erteilt:

 

Herr Studiendirektor Johannes Plate
(Tel.: 02561/42903 oder 02561/4290515)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Drucken E-Mail