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Umstellung auf digitale Medien ist ein langer Prozess

Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung setzt schon seit vielen Jahren auf Digitalisierung. Foto: Beneke

AHAUS. Digitalisierung an Schulen ist ein wichtiges Thema. Vor allem an Berufskollegs. Doch damit es klappt mit der neuen Technik, müssen nicht nur die Schulen mehr tun.

Von Lena Beneke

Weg vom Blätterwust, hin zur zeitgemäßem Kommunikation und Präsentation. Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung setzt seit Jahren auf moderne Technik. Doch wie geht das, eine Schule auf digital umstellen? Wir haben Fragen und Antworten zum Thema digitale Medien an Schulen am Beispiel des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung zusammengestellt.

Wie kann sich eine Schule digitalisieren?

Digitalisierung ist ein Prozess. Am Ahauser Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung hat der Weg hin zur modernen Technik früh begonnen. „Im Schuljahr 2004/05 haben wir bei der Renovierung sämtliche Klassenräume mit einem Beamer, einem Rechner, einer Dokumentenkamera und Lautsprechern ausgestattet", sagt Schulleiter Reinhard Wehmschulte. Auch W-Lan gibt es am Berufskolleg seit eineinhalb Jahren. Overheadprojektoren dagegen haben ausgedient. Die Dokumentenkameras bilden nun die Brücke zwischen analogen Medien - wie Schulbüchern - und den digitalen Medien. „Mit der Kamera können Schüler selbst gut präsentieren und wir vermeiden Frontalunterricht", sagt Guido Hayk, Bildungsleiter für IT-Berufe.

Wie kommen Lehrer ohne Technikaffinität mit der Modernisierung klar?

Seit 15 Jahren arbeitet das Berufskolleg bereits mit der Anwendung Webweaver. Alle Lehrer und Schüler organisieren sich hierüber. „Sie werden nicht nur fortgebildet, sondern sind auch den Umgang mit Technik bereits gewohnt, daher hatten wir keine Probleme", . sagt Wehmschulte.

Auf welchem Wissensstand sind die Schüler?

Die Schüler haben unterschiedliche Wissensstände. Auf alle gehen die Lehrer ein. Um Technikprofis von einem Missbrauch der Rechner im Unterricht abzuhalten, fährt das Berufskolleg eine restriktive Handhabe. Lehrer können steuern, zu welchen Programmen Schüler Zugang bekommen und zu welchen nicht.

Welche Probleme bringt die Technik?

Vandalismus ist ein Problem, sagt Hayk. Ab und an komme es vor, dass Rechner beschädigt werden. Damit alle Geräte möglichst dem neusten Stand der Technik entsprechen, müssen sie alle regelmäßig ersetzt werden. Dafür gibt es bim Schulträger, dem Kreis Borken, ein festes Budget. 200.000 Euro pro Jahr für alle Berufskollegs im Kreis; die je nach Bedarf verteilt werden, wie Elisabeth Büning, Leiterin des zuständigen Fachbereichs beim Kreis, auf Anfrage mitteilt. Besitzt eine Schule ein Gerät fünf Jahre, hat sie Anspruch auf ein neues Gerät. Auch muss, damit Unterricht stattfinden kann, eine Internetverbindung da sein. Digital aufgerüstete Schulen machen sich also von der Technik abhängig.

Und was ist mit Datenschutz?

Um den zu gewährleisten, muss im Verwaltungsbereich der Schule sichergestellt werden, dass frei zugängliche Dokumente keine persönlichen Daten preisgeben. Noten beispielsweise müssen geheim bleiben und private Daten auf Schüler-Laptops bleiben auch privat.

Was könnte besser laufen?

Guido Hayk sagt, künftig sei denkbar, dass Schüler eigene Laptops mitbringen müssen. Pflicht ist das noch nicht - aber eine Option. Lisa Haskert, angehende Fachinformatikerin für Systemintegration, sagt: „Ich finde es gut, dass wir mit eigenen Laptops arbeiten. Das erleichtert vieles." Würde der eigene Laptop zur Pflicht, müsse die Politik Sorge tragen, dass alle Schüler einen Zugang bekommen, „beispielsweise durch eine Ausleihe an der Schule", sagt Hayk. Nachbesserungsbedarf sieht der Bildungsleiter auch im Bereich E-Books. „Da müssen die Schulbuchverlage klar aufholen."

19. Dezember 2017