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„Der erste Eindruck zählt“

Business-Etikette-Trainerin Sonja Hüls informierte angehende Industriekaufleute am BWV Ahaus über Benimmregeln im Geschäftsleben

Das Auftreten, das äußere Erscheinungsbild und eine natürliche Souveränität sind für eine erfolgreiche berufliche Karriere wichtiger als alle Zeugnisse. Auszubildende aus „gutem“ Elternhaus haben es dabei leichter, da ihnen mit größerer Selbstverständlichkeit das gelingt, was sich andere mühsam im Erwachsenenalter antrainieren müssen.

Wer seinen Gesprächspartner beim ersten Treffen direkt duzt oder ihm das Wort abschneidet, sich während eines Geschäftsessens bei Tisch schlecht benimmt oder unpassend gekleidet ist, hat es auf der Karriereleiter nach oben schwer; denn egal, ob Verhandlungen mit Geschäftspartnern anstehen, man als Unternehmensrepräsentant auf Messen zugegen ist oder Gespräche mit dem Chef oder Kollegen führt – Einfühlungsvermögen, Respekt,  Wertschätzung und korrekte Umgangsformen sind die Schlüssel für erfolgreiche Geschäftstransaktionen, eine motivierende Arbeitsatmosphäre und eine reibungslose Zusammenarbeit im Unternehmen. Nach wie vor ist es der erste Eindruck, der zählt und sich im Nachhinein kaum revidieren lässt. Innerhalb von Sekunden entscheidet sich dabei, ob die jeweiligen Gesprächspartner mit Sympathie oder Antipathie aufeinander reagieren.

Auf Initiative des Fördervereins Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Ahaus e.V., vertreten durch Maike Bleckwedel und Eugen Dräger, informierte die Referentin Sonja Hüls, Business-Etiquette-Trainerin, in einem mehrstündigen Seminar die Oberstufen des Bildungsgangs Industriekaufleute am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Ahaus über die vielfältigen Knigge-Regeln, die vor allem im Berufsleben relevant sind.

Nach der offiziellen Begrüßung durch den Koordinator Torsten Meinel und den Bildungsgangleiter Markus Wynk wurden Verhaltens-Basics wie die richtige Körpersprache, Gestik und Mimik thematisiert. Fragestellungen wie „Wer grüßt wen zuerst?“, „Ladies first – auch im Geschäftsleben?“, „Wie werden Visitenkarten übergeben?“, „Was ziehe ich nur an? – Business-Dresscode für Damen und Herren“, „Was bedeutet die Bestecksprache –sprich die Platzierung von Messer und Gabel auf dem Teller?“ oder auch der richtige Umgang mit Social Media wie Facebook und Instagram waren weitere beispielhafte Inhalte des Knigge-Seminars. In zahlreichen Rollenspielen zu diversen beruflichen Situationen wurde den angehenden Industriekaufleuten verdeutlicht, wie wichtig gute Benimmregeln sind und Verstöße dagegen schon auf einen selber negativ wirken. Während des informativen Vormittags hatten die Auszubildenden darüber hinaus ausführlich Gelegenheit, der Referentin ihre persönlichen Fragen hinsichtlich des korrekten Verhaltens in diversen berufsrelevanten Situationen zu stellen, die Frau Hüls beispielhaft und detailliert beantwortete. 

Jennifer Dalhaus als stellvertretende Schulleiterin des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Ahaus freute sich über das zusätzliche Bildungsangebot an ihrer Schule und unterstrich die Bedeutung guten Benehmens auf dem gesellschaftlichen Parkett. Oftmals komme es zu Situationen, wo man sich unwohl fühle, wenn man die Knigge-Regeln nicht beherrsche. Gerade in Zeiten des allgegenwärtigen Wettbewerbs- und Erfolgsdrucks habe dieses extra-curriculare Seminar dazu beigetragen, dass sich die angehenden Kaufleute als Repräsentanten der lokalen Industrieunternehmen auf gesellschaftlichem Parkett sicher bewegen, um sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld einen nachhaltig positiven Eindruck zu hinterlassen.

(Autor: Eugen Dräger)