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Ranga Yogeshwar spricht bei Tobit mit Ahauser Schülern über „Soziale Netzwerke und neue Medien“

Vom 18.-20. April 2018 findet bei Tobit die „pushcon“ statt - eine Veranstaltung mit verschiedenen Vorträgen zum Motto „Heute ist morgen schon gestern“. Ein besonderer Gast war Ranga Yogeshwar – bekannt aus vielen Sendungen des WDR. Vor seinem eigentlichen Vortrag zu seinem neuen Buch hat er sich mit Schülern aus Schulen der Umgebung zu einem Gespräch getroffen. Das Thema war „Soziale Netzwerke und neue Medien“. Acht Schüler und Schülerinnen haben zusammen mit Frau Lenze dieses Event besucht. Insgesamt kamen ca. 100 Schüler und Schülerinnen aus vielen unterschiedlichen Schulen – sogar aus Münster und Ochtrup - zusammen.

Herr Yogeshwar leitete das Gespräch ein, indem er uns im Zusammenhang mit dem aktuellen Datenskandal bei Facebook die Problematik des Preisgebens von persönlichen Daten erklärte.

„In Zukunft brauchen wir ein neues Wort: Nicht ich möchte, sondern ich werde gemöchtet.“  

Mit Hilfe eines Gedankenexperimentes veranschaulichte er uns, dass bereits acht unabhängige Kategorien reichen, um eine Person aus Millionen zu identifizieren.

Durch einen kleinen Test, bei dem wir Klavierstücke gehört haben, und erkennen mussten, ob ein Mensch oder eine Maschine gespielt hat, verdeutlichte er uns, dass es heutzutage möglich ist, einen Mensch durch einen Computer zu ersetzen. Computer werden dem Menschen immer ähnlicher: Sie simulieren unsere Sprache, imitieren unseren Atem und lernen immer mehr dazu.

Er erzählte uns von einer neuen Forschungsidee: Ein modernes Buch, das, während wir lesen, unsere Sprache, Augenbewegung, Pupillengröße etc. speichert und somit zum Beispiel Krankheiten wie Parkinson diagnostizieren kann. Auch das Thema Sicherheit und Datenschutz mit Handys spielte eine große Rolle in unserer Diskussion. Es sei  besonders wichtig, dass sowohl Schüler als auch Lehrer über die Einstellung von verschiedenen Schutzfunktionen (z. B. Standortfunktionen) Bescheid wüssten. In dem Punkt Medienkompetenz müssten viele noch dazulernen.

„Wir sind doch alle Schüler. Vielleicht nicht Schüler, sondern Lernende. Wir lernen alle immer noch dazu.“

Auf die Frage, was er als den größten Vorteil der neuen Medien sähe, antworte er mit einem Blick auf sein Handy. „Die Uni in der Hosentasche“ sei beeindruckend. Egal wo du bist, sobald du ein Handy hast, kannst du dieselbe Menge an Infos abrufen, wie jeder andere auch.

Zum Schluss motivierte er uns noch, selbst aktiv zu werden. In der Politik müsste beim Thema Digitalisierung die komplette Bevölkerung mitreden, auch um neue Gesetze zur eingeschränkten Datennutzung zu entwickeln, müssen wir den Mut haben, uns darüber zu äußern und zu diskutieren.

„Manchmal ist einfaches Nachdenken die beste Lösung.“

Insgesamt herrschte eine sehr lockere Atmosphäre. Es war ein sehr interessanter Einblick in das Thema „Soziale Netzwerke und neue Medien“ und eine spannende Stunde mit Ranga Yogeshwar.

 Geschrieben von Sarah Gescher, AHR 11 C

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